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Stalin mit seinem Geheimdienstchef Jeschow 1937. Jeschow, der die Säuberungen Stalins in deren Hochzeit geleitet hatte, fiel ihnen am Ende 1938 selbst zum Opfer.
Stalin mit seinem Geheimdienstchef Jeschow 1937. Jeschow, der die Säuberungen Stalins in deren Hochzeit geleitet hatte, fiel ihnen am Ende 1938 selbst zum Opfer.
Freitag, 05.03.2010

Kommunisten begehen Stalins Todestag auf Rotem Platz

Moskau. Die Führung der russischen KP legt heute zum 57. Todestag von Josef Stalin Blumen an seinem Grab an der Kremlmauer nieder. Unterdessen ist in Russland eine Debatte über die Rolle des Sowjetdiktators angelaufen.

Die Kommunisten haben ihn noch lieb: Josef Stalin. Blumen und Ehrenkränze gibt es für den sowjetischen Staats- und Parteichef. Die gesamte Parteiführung der KPRF um ihren Chef Gennadi Sjuganow ist am Freitag auf dem Roten Platz, um „Genosse Stalin“ zu ehren. An der Kranzniederlegung nehmen auch die Abgeordneten der Duma und des Moskauer Stadtparlaments teil

Stalin wieder in Mode


In Jakutsk haben Kommunisten vor einigen Tagen sogar die Aufstellung eines neuen Stalin-Denkmals gefordert. Doch nicht nur bei den Kommunisten erfreut sich Stalin nach wie vor großer Beliebtheit. 37 Prozent der Russen bewerten Stalin inzwischen als positiv.

Bei Russland-Aktuell
• Luschkow: Moskau wird weiterhin Stalin-Bilder zeigen (02.03.2010)
• Russland Geschichte: Wende in Stalingrad, Sturz Trotzkis (26.01.2010)
• Ukraine: Gericht erklärt Stalin schuldig an Hungersnot (14.01.2010)
• Umfrage: 37 Prozent der Russen finden Stalin positiv (18.12.2009)
• Wiederaufbau des Denkmals für KGB-Gründer Dserschinski (18.12.2009)
Immer mehr gewinnt das Bild des siegreichen Oberkommandierenden Stalin im Zweiten Weltkrieg dabei an Bedeutung. Die Rolle des grausamen Staatschefs, der Millionen eigener Landsleute zu Vaterlandsverrätern stempeln ließ, die dann erschossen wurden oder im Gulag als Zwangsarbeiter endeten, gerät dabei in den Hintergrund.

Stalin-Plakate zum Siegestag


So hält auch Moskaus Oberbürgermeister Juri Luschkow entgegen allen Protesten von Bürgerrechtlern daran fest, zum Tag des Sieges am 9. Mai Plakate mit Stalin-Konterfei in Moskau aufzustellen. „Ich bin kein Verehrer Stalins, aber ich bin ein Anhänger der Objektivität bei der Betrachtung der Geschichte“, versicherte Luschkow dabei.

Luschkows Verhältnis zur Geschichte gilt freilich nicht allen als objektiv. So hatte das Moskauer Stadtoberhaupt in früheren Tagen auch schon mal vorgeschlagen, das Denkmal des ehemaligen Geheimdienstchefs Felix Dserschinski wieder vor der FSB-Zentrale an der Lubjanka aufzustellen.

Stalin, erst vergöttert, dann gechasst


Stalin (eigentlich Josef Dchugaschwili) übernahm nach dem Tod von Lenin und erbitterten Auseindersetzungen mit Trotzki, den er zunächst ins Ausland vertrieb und ihn dann 1940 umbringen ließ, 1924 die Macht in der Sowjetunion. Stalin trieb auf Kosten der Landwirtschaft die Industrialisierung des Landes schnell voran.

Seine Herrschaftszeit ist gekennzeichnet von brutaler Machtausübung, die ihren Höhepunkt in den „Säuberungen“ der Jahre 1937/38 fand, und einem grotesken Personenkult um Stalin. Nach seinem Tod wurde der Sowjetdiktator zunächst neben Lenin im Mausoleum an der Kremlmauer beigesetzt. Erst nach der Entstalinisierung unter seinem Nachfolger Nikita Chruschtschow wurde der Leichnam aus dem Mausoleum entfernt und an der Kremlmauer beigesetzt.



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